Über das Impulsprogramm doIT-regional
IT- und Medienprojekte zur Stärkung des Ländlichen Raums
Das Impulsprogramms doIT-regional ist ein Förderprogramm des Ministeriums für Ernährung und Ländlichen Raum Baden-Württemberg (MLR) für gemeinnützige IT- und Medienprojekte im Ländlichen Raum. Insgesamt stehen bis Februar 2007 rund vier Millionen Euro Fördermittel aus der Zukunftsoffensive Junge Generation III zur Verfügung. Damit werden 23 kreative und zukunftsweisende Projekte gefördert, welche die Chancen von IT und Medien nutzen und für den Ländlichen Raum erschließen. Die Projekte wurden im Rahmen eines Ideenwettbewerbs ausgewählt und werden seit 2004 umgesetzt.
Führungsposition des Landes ausbauen
Das Impulsprogramm ist ein Baustein der IT- und Medienoffensive des Landes Baden-Württemberg zur Fortentwicklung der Informationsgesellschaft. Zentrale Ziele sind:
- die Attraktivität und Konkurrenzfähigkeit des Ländlichen Raums zu stärken
- einen Beitrag zur Strukturverbesserung zu leisten
- entfernungs- und infrastrukturbedingte Nachteile ländlicher Gebiete durch netzgestützte Kommunikationsangebote abzumildern
- den Anschluss ländlicher Regionen an die globale Vernetzung zu unterstützen
Darüber hinaus sollen gerade jene Zielgruppen erreicht werden, die bisher nur wenig Kontakt zu den neuen Medien hatten, wie zum Beispiel Senioren, Behinderte oder sozial benachteiligte Bevölkerungsgruppen.
Der Boden hierfür ist bereitet. Denn Baden-Württemberg nimmt bundesweit eine Spitzenposition in der IT- und Mediennutzung ein. Nirgendwo sonst ist in Deutschland die Akzeptanz von Informationstechnik, Telekommunikation und Multimedia so groß wie hier. Über zwei Drittel der Bevölkerung befürworten einen verstärkten Einsatz dieser Technologien und nutzen sie selbst aktiv: Mehr als 60 Prozent der Baden-Württemberger sind online, nahezu alle Städte und Gemeinden präsentieren sich auf einer eigenen Website und bauen ihre Internetdienstleistungen stetig aus.
Um die Führungsposition Baden-Württembergs angesichts eines verstärkten Standortwettbewerbs weiter auszubauen, sind zusätzliche Maßnahmen zur erhöhten Nutzung moderner Informations- und Kommunikationstechnologien bei Bürgern, Verwaltung und Wirtschaft erforderlich. Die gilt insbesondere für den Ländlichen Raum. Hier müssen Angebote gefördert werden, die verhindern, dass einer digitalen Kluft zwischen Stadt und Land entsteht.
Zukunftsweisende Pilotprojekte verfolgen gemeinnützige Ziele
Die Projekte des Impulsprogramms verfolgen gemeinnützige Zwecke wie die Förderung von
- Bildung
- Forschung und Wissenschaft
- Kunst und Kultur und
- die Steigerung der IT-Nutzung und Medienkompetenz
Insgesamt wurden 67 Projektanträge eingereicht. Ausgewählt wurden solche Projekte, deren Konzepte eine hohe Breitenwirkung und Übertragbarkeit versprechen und als Pilotprojekte weitere zukunftsweisende IT- und Medienprojekte im Ländlichen Raum initiieren könnten. Die Förderung durch das MLR beträgt jeweils 50 Prozent des Projektvolumens – die Projektträger müssen selbst einen Eigenanteil von mindestens 50 Prozent erbringen wobei Sach- und Personalmittel angerechnet und andere Fördermittel eingebracht werden können.
Über die Vergabe der Förderungen entschied eine Jury unter Leitung des Ministeriums für Ernährung und Ländlichen Raum Baden-Württemberg, in der vertreten waren:
- Ministerialdirigent Hartmut Alker
Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum Baden-Württemberg - Marianne Anselm
Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der LandFrauenverbände Baden-Württemberg - Bürgermeister Herbert Halder
Landesvorstandsmitglied des Gemeindetags Baden-Württemberg - Prof. Dr. Stefan Kirn
Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik II an der Universität Hohenheim - Ekaterina Kouli
Leiterin Abteilung Bildungspolitik, Baden-Württembergischer Handwerkstag - Thorsten Schwäger
Standortpolitik Medien und Verkehr, Industrie- und Handelskammer Reutlingen - Prof. Dr. Ansgar Zerfaß
Universität Leipzig
MFG Baden-Württemberg begleitet die Umsetzung der Projekte
Die MFG Baden-Württemberg wurde vom MLR mit dem Projektmanagement, Marketing, der Öffentlichkeitsarbeit und dem Ergebnistransfer für das Impulsprogramm beauftragt. Die Umsetzung der Projekte wird von der MFG mit Weiterbildungsmaßnahmen, Informationsveranstaltungen und Publikationen sowie dieser Projektwebsite begleitet.

